Zusammenfassung

Im XX. Husserls logische Untersuchungen und formale und transzendentale Logik waren erste Steine, die in die Grundlage der phänomenologischen Philosophie der Logik gelegt wurden. Der Antipsychologismus war der Grundstein der Husserlschen Logikphilosophie. Nach Husserl wurde die Idee von vielen Denkern innerhalb und außerhalb der Phänomenologie analysiert. Psychologismus und Antipsychologismus wurden gewöhnlich als Positionen angesehen, die fertige Antworten auf erkenntnistheoretische Fragen liefern, die als wahr oder falsch bewertet werden können. Die Grundlage für die Bewertung war die Ablehnung / Annahme der Objektivität logischer Gesetze, ihre Unabhängigkeit von jedem kognitiven Agenten. Die Erfahrung mit Untersuchungen des Problems hat jedoch gezeigt, dass Psychologismus und Antipsychologismus keine wahren oder falschen Antworten auf eine bestimmte erkenntnistheoretische Frage sind, sondern eher Forschungsprogramme. Dieses Verständnis des Problems wurde von Thomas Seebohm in einer Reihe von Artikeln vorgeschlagen. Zum Beispiel stellt Seebohm in „Psychologism Revisited“1 fest, dass „Psychologismus“ der Name eines Forschungsprogramms ist. „Ziel des Programms war es, alle Fragen der Erkenntnistheorie, einschließlich der Logik und Mathematik, mit Hilfe psychologischer Forschung zu lösen.“2 Dieses wichtige Verständnis des Psychologismus als Forschungsprogramm eröffnet eine neue Perspektive der Untersuchung des Problems.